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Tomas Nittner

ausbildung an der accademia di belle arti di brera, mailand
und der hochschule für gestaltung, ulm.
arbeitsaufenthalte in mexico, usa, italien
ausstellungen unter anderem auf der arte fiera, bologna,
der art strasbourg, der miart, mailand, der giudecca, venedig sowie in nationalen
und internationalen galerien in münchen, athen, mailand, paris und new york.
der künstler lebt und arbeitet in gauting bei münchen.

Betrachtungen

Ich denke an eine Malerei, die den Bezug von Licht und Farbe in den Vordergrund stellt.
Ein Licht, das imstande ist sich gegen die nicht korumpierbare Absolutheit einer einzelnen Farbe durchsetzen kann.
Ein innewohnendes Licht, das unter der Haut der Malerei steckt, da doch das Licht die malerische Oberfläche zum vibrieren bringt.
Licht wie „Leuchten“ und nicht „Beleuchtung“, Licht als Innerlichkeit und nicht als Erscheinung.
Hinterfragendes Farbe-Licht, in dem der Blick sich in einem fortwährenden Prozess des Wiederaufblühens der Tiefe wieder findet.
Alles wirkt zusammen, ob im langen und rituellen Gestus des Aufbaus des Bildes, als auch in der perzeptiven Dimension seiner „Lesung“.
Tatsächlich ist es die Zeitkomponente in der die Malerei ihren ureigenen Sinn findet, in der sie sich zur kontinuierlichen Befragung geriert, in der sie ihre eigene „Anhörung“ fordert.
All dies zwingt den Blick auf einen Weg, der es uns ermöglicht die feinsten Verflechtungen aufzunehmen, die nur die Malerei uns bieten kann, wenn wir uns auf die Betrachtung in ihrer absoluten Erscheinungsform und offen für eine mögliche Transzendenz einlassen.